Sonstiges

Dorffest – Hey Leute

Hey Leute, wer nicht dabei war, hat ein Mega-Wochenende mit Spiel, Spaß und Action verpasst!

Nach 3 Jahren Pause konnten wir am letzten Juniwochenende endlich wieder ein Dorffest in alt gewohnter und beliebter Weise feiern. Viele fleißige Helfer haben mit ihrem unermüdlichen Engagement dazu beigetragen, dass wir gemeinsam mit unseren Gästen, Nachbarn und Freunden auf drei wunderschöne Tage mit einem bunten Programm zurückblicken können.

Ein erster kleiner Regenschauer am Freitag verzögerte die pünktliche Eröffnung unseres 29. Dorffestes. Um ca. 18 Uhr konnte dann unser neuer Vorsitzender Rainer Gommlich beim traditionellen Fassbieranstich das erste Mal sein Können unter Beweis stellen und läutete damit das Festwochenende ein. Tatkräftige Unterstützung beim Bierzapfen erhielt er dabei von Thomas Grundmann, dem Leiter der Stadtbezirksämter in Pieschen und Klotzsche, der unserer Einladung zum Festauftakt gerne gefolgt war.

Ebenso konnten wir unseren alten und neuen Oberbürgermeister Dirk Hilbert herzlich begrüßen und mit ihm u. a. über den immer noch unerfüllten Wunsch nach einer Heimstätte für den Heimatverein bzw. eines Bürgerhauses als Ortszentrum sprechen. Die anschließende Johannesandacht musste aufgrund des unerwarteten Regens kurzfristig vom Friedhof in die Wilschdorfer Kirche verlegt werden, was dem Besucherandrang aber keinen Abbruch bescherte.
Freitagabend gab es dann Partystimmung auf höchstem Niveau. Bis in die frühen Morgenstunden brachte DJ S-Bone mit seinen „Partyshakern“ das Publikum zum „Kochen“. Auf dem gesamten Platz herrschte eine Megastimmung und ans Aufhören war nicht zu denken.

Der Sonnabend begann mit einem Kinderfußballturnier der jungen Ballkünstler vom SV Fortuna Rähnitz. 27 junge Kicker der F- & E-Jugend gaben auf dem extra abgesteckten Spielfeld auf dem Festplatz alles. Die über 200 gefallenen Tore wurden gebührend mit Medaillen belohnt. Ebenfalls am Vormittag hatte das Kinderhaus „Fuchsbau“ seine Türen für Interessierte und ehemalige Besucher der Schule oder des Kindergartens geöffnet. Bei geführten Hausrundgängen konnte man sich umschauen und vieles über die pädagogische Arbeit erfahren. Ein Kindersachenflohmarkt sowie Spiel und Spaß ließen die Zeit bis zum Mittag für Groß und Klein wie im Nu verfliegen.

Zur Wilschdorfer Kaffeezeit unterstützte uns die Junge Gemeinde mit ihrer leckeren Waffelbäckerei. Neben Ponyreiten, Kutschfahrten und Outdoorspielen konnten sich die Kinder kreativ beim Basteln von Sommerwindlichtern unter der Anleitung des Hortes der 85. Grundschule betätigen. Der Förderverein Fuchskinder e.V. hatte mit dem Schminken unserer jüngsten Festbesucher wieder einmal alle Hände voll zu tun.
Die Kettensägenschau u.a. mit historischen Stücken zog viele Interessenten an und auch die beiden Alpakas aus Königsbrück hatten reichlich Besucherandrang.


Die jungen Mädchen der Tanzgruppe „Explosions“ vom Verein Arriba aus Coswig brachten am Nachmittag die Bühne zum Beben und begeisterten uns mit ihren selbst kreierten Tänzen und akrobatischen Einlagen. Nicht weniger spektakulär war der anschließende „brennende Bastelstand“. Die Jugendfeuerwehr Wilschdorf musste zügig löschen und zeigte damit allen ihr Können. Nach dem zweiten Regenschauer an diesem Wochenende konnte am Samstagabend dann wieder das Tanzbein geschwungen werden. Mit der „Mainstream Band“ Pirna folgte man froh und beschwingt dem Motto „Tanz in die Sommernacht“. Unser beliebtes Höhenfeuerwerk fehlte natürlich auch dieses Jahr nicht und die Feuerwerke Mohn zauberten wieder phantastische Bilder an den Wilschdorfer Nachthimmel.

Der Sonntagmorgen begann mit einem Gottesdienst auf dem Festplatz, während im Pfarrgarten der Backofen angefeuert wurde. Es wurde traditionell gebacken und die Nachfrage nach dem frischen Backwerk war groß und das Brot bereits nach kurzer Zeit restlos verkauft. Während im Gasthof „Zum Alten Graf“ beim Skatturnier ein neuer Skatkönig ausgespielt wurde, begrüßten wir auf dem Festplatz das Feuerwehrorchester Wilsdruff e.V. zum fröhlichen Frühshoppen. Dabei meinte es die Sonne fast zu gut mit uns.

Nachmittags war dann voller Einsatz bei unserem sportlichen Wettkampf gefragt. Dabei ging es bei Tauziehen, Papierfliegerweitwurf oder Melken um Kräftemessen, Schnellig- und Geschicklichkeit und natürlich jede Menge Spaß. Der Spaß wandelte sich in Ernst, als das Team der Freiwilligen Feuerwehr Wilschdorf mitten im sportlichen Wettkampf zu einem Einsatz gerufen wurde. Sie mussten dort ihr Bestes geben, während die anderen Mannschaften dies weiter auf dem Festplatz taten. Zum Ausklang des Festes wurden die Sieger unseres sportlichen Wettkampfes gebührend prämiert und auch die Gewinner der Tombola-Auslosung mit viel Spannung ermittelt.

Alle Oldtimer-Begeisterten kamen am Samstag und Sonntag auf ihre Kosten, denn geheime Schätze auf 2, 3, 4 und mehr Rädern waren wiederholt zu bewundern. Für alle anderen haben sich die Schausteller u. a. mit Karussellfahren, Büchsenwerfen oder Luftgewehrschießen ins Zeug gelegt. Neben selbst gebackenem Kuchen zur Kaffeezeit sorgte das Catering-Team „Schäfer und Thieme“ an allen Tagen mit herzhaften und süßen Speisen sowie einer großen Auswahl an Getränken, dass an diesem Wochenende niemand hungrig oder durstig den Festplatz verlassen musste.

Damit ging ein tolles, aufregendes und spannendes Wochenende zu Ende. Wir sagen DANKE an alle unsere Helfer, Schausteller, Gäste und freuen uns bereits jetzt auf das nächste Dorffest, diesmal unser 30.!


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Dorffest – Sonntag

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Dorffest – Samstag

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Dorffest – Freitag

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Walpurgis mit ukrainischen Freunden

Walpurgisnacht mit ukrainischen Freunden

Am 30.04.2022 konnte der Heimatverein nach langer Coronaabstinenz erstmalig wieder in den gewohnten Festtagsrythmus übergehen. Das bedeutete nicht nur für die Wilschdorfer/innen den heimatlichen und geselligen Austausch zu fördern, sondern bot zudem die Möglichkeit auch Neuwilschdorfer zu begrüßen. Ganz im Sinne der namensgebenden heiligen Walpurga waren auch geflüchtete Familien mit Kindern aus der Ukraine eingeladen.  

Überwältigend war – und dies lässt sich mit Fug und Recht aus dem Beteiligtenkreis sagen – der Ansturm der Besucher. Dies führte unter anderem dazu, dass zum Leidwesen der zahllosen Hungrigen, die Wartezeit für Speisen und Getränke Geduld erforderte. Der Stimmung tat es aber keinen Abbruch. Die Nachfrage nach Bratwurst, Leberkäse, die heiß umkämpften Kartoffelpuffer, Stockbrot und Unmassen von Getränken sorgten dafür, dass die zum Bersten gefüllten Vorratsspeicher bis zum letzten Krümel und Schlucken aufgebraucht werden konnten.

Und ja … die Mitglieder des Heimatvereins wären auch ohne das gewaltige Hexenfeuer ins Schwitzen gekommen. Wie aber der positive Zuspruch offenbarte, ist Wilschdorf – gerade gemessen an den jüngsten Besuchern – für alteingesessene und hinzugezogene Familien außerordentlich attraktiv. In diesem Sinne freuen wir uns gemeinsam darauf, dies auch künftig beizubehalten. Das Dorffest und weitere Aktivitäten sind schon in der Planung und es steht allen offen sich hieran unmittelbar und/oder mittelbar zu beteiligen. Für Ideen und Anregungen können Sie uns gern ansprechen.   

DANKE an alle die Mitwirkenden für die Organisation und natürlich bei Ihnen für den gelungen Abend!

Mike Rasch

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Müllsammelaktion des Heimatvereins – 2022

Müllsammelaktion – 2022

Viele kennen die jährliche Aktion kurz vor Ostern, von der auch ich immer gelesen habe, seit ich hier in Dresden lebe. Sogar unsere Firma – GlobalFoundries – hat jährlich um Unterstützung aufgerufen und ein eigenes „Team“ gestellt. Die Rede ist von der Elbwiesenreinigung. So sinnvoll und gesellschaftlich wertvoll mir diese freiwillige Aktion von Bürgerinnen und Bürgern für das eigene Lebensumfeld und die eigene Stadt auch immer erschien, so habe ich mich doch nie wirklich dazu aufraffen können.

Dann kam das Coronajahr 2020, in dem so Vieles ausfiel und nicht stattfand. Dies traf auch auf die Elbwiesenreinigung zu. Es muss jedoch etliche Mitbürger gegeben haben, die trotzdem eine derartige Aktion durchführen wollten, denn die Stadt Dresden hat hierfür Unterstützung ausgerufen. Ich las vor etlichen Monaten in einem Wochenblatt, unter putzaktionen@dresden.de kann man eigene Initiativen anmelden. Die Stadt versorgt die fleißigen Bürger mit Greifern, Handschuhen und Müllsäcken und erledigt abschließend die Abholung der „Fundsachen“. Jetzt und hier im Wilschdorf angekommen fühlte ich mich nun angesprochen.

Ich zitiere zu den Zwecken unseres Vereins aus der Satzung: „den Schutz und die Pflege der Natur und der Landschaft“. Was passt somit besser zum Heimatverein als genau so eine Müllsammelaktion? 2021 hatten wir noch selbst viel damit zu tun, uns in und mit den unliebsamen Umständen zu arrangieren. Aber 2022 haben wir es nun geschafft. Für den 12. März haben wir per Mitgliederinformation und Schaukästenaushang zu tatkräftiger Unterstützung aufgerufen.
Vom Stadtbezirksamt wurden die angekündigten Arbeitsutensilien besorgt. Bedauerlicherweise ist uns ein Fauxpas unterlaufen. Wir haben vergessen, die Freunde Rähnitz explizit zu unterrichten. Mit Ulrich Scheffler hatte ich im letzten Jahr verabredet, so eine Aktion zusammen zu gestalten. Denn die Freunde Rähnitz waren 2021 schon einmal in gleicher Mission unterwegs und mir gefiel der Gedanke, wenn Rähnitzer und Wilschdorfer etwas gemeinsam bewegen. Entschuldigt bitte, liebe Freunde, das nächste Mal …

So versammelten sich 14 Vereinsmitglieder und zwei Kinder am angesagten Samstag um 10 Uhr an der Bücherzelle. Ich denke, mit dieser Beteiligung kann man recht zufrieden sein. Nach kurzem Hallo haben wir die Routen verteilt und es ging in kleinen Gruppen los. Folgende Straßen und Wege wurden abgeschritten:

  • Altwilschdorf
  • Kirchstraße
  • Grutzschgenweg vor der Wilschdorfer Landstraße
  • Fahrradweg (parallel zur Wilschdorfer Landstraße) Richtung Globus und Richtung GlobalFoundries
  • Wilschdorfer Landstraße zw. Grutzschgenweg und Tor 1 GloFo
  • Lößnitzweg – Mühlweg
  • Gassenweg

Unterwegs durften wir sogar einige Beifallsbekundungen genießen. Da waren Autofahren, die hupend und mit erhobenem Daumen vorbeifuhren. Und es gab Leute, die direkt anhielten, sich erkundigten, wer wir sind und warum wir das machen. Wenn man noch hört: „Das finde ich ja toll!“, dann ist das echt schön.
Zusammengekommen sind dabei beachtliche 14 Säcke voller Müll … und zwei schon jahrelang am Rande des Gassenwegs dahinmodernde Matratzen.
Wir danken allen fleißigen und engagierten Mitgliedern, die an diesem Vormittag die Heimatvereinsanliegen mit Leben erfüllt haben! Der Vereinsname mag manchmal etwas angestaubt wirken – bei Aktivitäten wie dieser steht er aber sehr passend da.

Abschließend sind wir noch einem weiteren Vereinszweck nachgekommen: „Stärkung der … gemeinschaftlichen Strukturen“: wir haben den Arbeitseinsatz mit einem kleinen Imbiss abgeschlossen und einige haben noch gemütlich bei einem Kalt- oder Warmgetränk beisammengesessen. Die Sonne meinte es nämlich gut mit uns, wärmte uns die Nasenspitzen. Wir nutzten Gelegenheit und Muße, ein wenig bei Schwatzen am OrgBüro zu verweilen und zusammen sein zu können. /RG

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138 Jahre gesungene Tradition

138 Jahre gesungene Tradition verabschieden sich aus Wilschdorf

Ein tränenreiches Ende nach 138 Jahren war es nicht. Es war ein würdevoller Abgang des ältesten Wilschdorfer Vereins. Aber es schwangen Bitternis und Traurigkeit am 18. September 2021 in der Scheune von Christian Pietzsch mit.

Dorthin hatte der Männergesangverein Wilschdorf e.V. seine Mitglieder, Freunde und Vertreter der Kirchgemeinde mit Pfarrer Schade, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wilschdorf und auch zwei Abgeordnete des Heimatverein Wilschdorf e.V. eingeladen.

Zünftig wurde mit dem Mädchenspielmannszug Dresden und anschließendem Gesang des Männergesangvereins Wilschdorf die Veranstaltung eröffnet. Im Rahmen des Abschiedsfestes folgten Danksagungen, Ehrungen, Grußworte und weitere Chorgesänge. Eine geschichtliche Zusammenfassung der 138-jährigen Geschichte gab den Anwesenden einen tieferen Einblick in die Tradition des Chores, welcher Kaiserreich, Weltkriege und Sozialismus überstand.

Der emotionalste Moment war das Einrollen der Vereinsfahne. Da blieben bei manch gestandenen Mann die Augen nicht mehr länger trocken…

Jedoch wird diese Fahne des ältesten Wilschdorfer Vereins nicht in Dunkelheit und Vergessenheit geraten. Dr. Edelmann übernahm die historische Kostbarkeit vor Ort aus den Händen des Männergesangvereins. Die Fahne wird in den neuen Räumlichkeiten der „Überörtlichen Praxisgemeinschaft Dresden-Nord“ auf der Ludwig-Kossuth-Straße ihr neues Zuhause finden. Für den geeignetsten Platz wurde mit dem verantwortlichen Architekten schon vorab nach einer guten Lösung gesucht. Wir sollen uns alle überraschen lassen.

Sehr gerne hätten wir den Fortbestand dieses traditionsreichen Vereins gesehen. Aber vielleicht ist es, in unserer neuen schnellen und schnelllebigen Zeit, für viele Menschen nicht mehr denkbar, sich fest in Vereinen zu organisieren und damit ein Zeichen von Verbindlichkeit zu setzen?

Auch die Fahne in Wilschdorf zu behalten hätte uns allen gut zu Gesicht gestanden. Aber wo sollten wir Wilschdorfer dieses Zeichen von Tradition aufstellen? Bis zum heutigen Tag gab und gibt es die vielfältigsten Bemühungen ein Vereinshaus oder entsprechende Räumlichkeiten für Wilschdorf zu finden. Es fehlt eine Heimstatt für die Vereine und ideenreiche Gruppen, die viele wichtige Beiträge für die Gesellschaft und deren Zusammenhalt leisten.

Katja Lesch
Vorsitzende Heimatverein Wilschdorf e.V.

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